Kleine Helden auf großer Tour

Radfahren kann doch jeder, oder? Kinder beginnen sehr für mit dem „fahren“. Erst auf dem Laufrad, schnell folgt das erste Fahrrad mit Stützrädern bis man endlich das mit dem Gleichgewicht auf die Kette kriegt. Da stellt sich sehr schnell die Frage: ab wann ist das richtige Alter mit Kleinkindern auf eine Radtour zu gehen?

Eltern können am Besten einschätzen, wie viel sie ihren Kindern zutrauen, gerade wenn es um Sportlichkeit und Ausdauer geht. Wichtig ist das richtige Rad. Hauptsächlich darf es nicht zu schwer sein. Das richtige Verhältnis zwischen Körpergewicht und Fahrradgewicht muss stimmen. Ganz unter uns, wer will schon ein Fahrrad schieben, was genauso viel wiegt, wie man selbst. Als nächstes sollte unser Augenmerk auf die Gangschaltung gelegt werden. Immerhin ist die Gangschaltung das Herzstück am Rad. Zu viele Gänge können das Kind schnell überfordern und die Handhabung beim Fahren, vorne und hinten gleichzeitig zu schalten, einschränken bis sogar behindern.

Radtouren mit Kleinkindern müssen gut und clever geplant sein. Folgende Faktoren spielen eine große Rolle:

  1. Radtouren landschaftlich interessant gestalten

Die Etappen anfangs relativ flach wählen und nicht all zu anstrengend, damit die Kinder das Radfahren nicht als Zumutung empfinden. Keine leichte Aufgabe, wenn man Region, Alter und die Leistungsfähigkeit der Kinder in Betracht zieht. Aber die Mühe lohnt sich!

2. Kleine Pausen inklusive Verpflegung

Bei langen Touren sollte immer eine Flasche Wasser pro Person mitgenommen werden. Praktisch sind Flaschenhalterungen am Rad. Leicht zu befestigen und man spart sich die Kilos im Rucksack. Obst, wie z. B. Äpfel, Tomaten und Gurken eignen sich auch bei sonnigen und warmen Temperaturen. Selbstverständlich darf das Knabberzeug nicht fehlen. Laugenbrezeln, Weingummi und Nüsse schmecken jedem und hinterlassen keine dreckigen Finger.

3. Lob und Motivation

Definitiv ein wichtiger Aspekt, besonders bei Kleinkindern, die noch etwas unsicher und wackelig auf ihren Rädern sind. Doch Hand aufs Herz, wer braucht das nicht?! Schmeichelei sind immer gut für die Seele. Am besten ist es, die gefahrene Tagesgesamtleistung festhalten. Dazu gibt es mittlerweile viele Programme und Apps. Ich persönlich bin ein Fan von Strava. Des Weiteren ist die Kamera mein täglicher Begleiter. Hinterher schauen wir uns die Strecke und Fotos an und sind ganz schön am staunen.

Ein kleiner Tipp! Eine Radtour am Möhnesee ist traumhaft schön. Überwiegend sind die Wege abseits der Strassen. Die idyllische Landschaft lädt zum träumen ein. Ein Gefühl der Freiheit und Stille, ideal um die eigenen Akkus zu laden.

Nach 36 gefahrenen Kilometern ist man geschafft, keine Frage, aber auch glücklich und stolz auf die eigene Leistung.

Ich persönlich habe das Fahrrad fahren erst neu für mich entdeckt und bin begeistert. „Radwandern“ das Wort, quasi für mich erfunden.

Eure Anna

 

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